Oskar Matteo S. 

Lieber Oskar

ich hätte mir gewünscht dass du es anders erfährst.  Leider ist mir der Wunsch dich aufwachsen zusehen und dir ein Vater zu sein verwehrt geblieben.  Auch wenn du es nicht glauben magst und es erstmal für unmöglich halten wirst.

Ich bin dein leiblicher Vater.


Du sollst wissen dass ich mir alles in meiner Macht mögliche getan habe um dir ein Vater und ein Teil deines Lebens zu sein. 

       Wie alles begann!!!

Während meiner Zeit bei meinem damaligen Arbeitgeber Aroundhome  sind deine Mutter Anne und ich uns näher gekommen. In dem Zeitraum vom 04.11.16 bis zum bekannt werden der Schwangerschaft am 30.01.2017 hatten deine Mutter und ich eine Affäre. Es war mehr als nur eine Affäre, uns war sehr schnell klar dass wir die gleichen Vorstellungen vom Leben haben und darüber hinaus schien es so als hätten wir uns gefunden. Deine Mutter war seit langem wieder die erste Frau in die ich mich verliebt habe und schnell war klar dass auch Sie diese Gefühle für mich hat. 
Deine Mutter " Anne " war noch in einer Beziehung mit deinem Stiefvater Stefan was die ganze Sache verkomplizierte. Sie wollte sich trennen und mit mir gemeinsam ein neues Leben aufbauen. Wir verbrachten jede freie Minute zusammen und haben unsere gemeinsame Zeit sehr genossen. 
Uns war sehr schnell klar, dass wir uns nicht nur ein gemeinsames Leben wünschten sondern auch dass wir ein gemeinsames Kind wollten und so ist es dann auch gekommen. Deine Mutter wurde Schwanger mit dir. 


Auch wenn ich nicht bei dir bin sollst du wissen, dass du ein absolutes Wunschkind  deiner Mutter und mir bist. 

Was ist dann passiert?

Nachdem klar war, dass deine Mutter mit dir Schwanger ist war die Freude natürlich groß dennoch war die Stimmung auch etwas getrübt da deine Mutter weiterhin mit deinem Stiefvater zusammen war und Sie sich den Absprung nicht zugetraut hat. Zu meinem Leidwesen. Es gab nie ein Zweifel dran, weder von deiner Mutter noch von mir,  dass ich dein Vater bin. Den dein Stiefvater war/ ist im Grunde Zeugungsunfähig.

Deine Mutter musste jetzt  handeln, schließlich war Sie mit dir Schwanger. Sie sprach sich mit deinem Stiefvater aus und teilte mir mit, dass ich auch als dein leiblicher Vater keine Rolle in deinem Leben spielen werde. Sie werde dich mit Stefan als dein Vater großziehen.

Es war ein unfassbarer Schock für mich. Bis heute weiss ich nicht warum es zu diesem Sinneswandel gekommen ist. Weder gab es eine Aussprache mit deiner Mutter noch sonst irgendeine Erklärung. Ich weiss nur, dass mein Herz in dem Moment in 1.000 Teile gesprungen ist. Nicht weil deine Mutter sich gegen mich entschieden hat, auch wenn die Zeichen anders waren  musste ich damit rechnen dass wir nicht in das Leben gehen werde wie deine Mutter und ich es uns vorgestellt haben.Es war vielmehr zu wissen dich nicht in meinem Leben zu haben. Ich habe mich so auf dich gefreut. 

Ich habe ab diesem Zeitpunkt nicht unversucht gelassen ein Teil deines Lebens zu sein. Ich habe versucht mit deiner Mutter zu sprechen, habe dein Stiefvater drum gebeten, habe alles mir mögliche getan bis ich am Ende dann gegen die Entscheidung deiner Mutter klagen musste. Leider ist es in Deutschland so, dass sobald die Mutter den Kontakt nicht möchte und ein anderer Mann ( dein Stiefvater) die Vaterschaft anerkennt, ich als leiblicher Vater nichts mehr tun kann. Die Richterin betitelte es als " Soziale-Familiäre Beziehung". Unabhängig davon, dass ich der leibliche Vater bin , unabhängig davon dass ich von der ersten Minute an den Kontakt zu dir wollte, unabhängig davon wie sehr mein Herz dadurch gebrochen wurde, unabhängig davon dass ein Kind sein leiblichen Vater brauch und das Recht hat zu wissen wo sein Wurzeln sind. All das zählt nicht
Mir ist lediglich ein Foto von dir und die Erinnerung an unser einziges treffen im Gerichtssaal geblieben.  Ich werde nie vergessen wie du mich angesehen und gelächelt hast.  Jeden Tag denke ich daran. Es vergeht kein Tag an dem meine Gedanken nicht bei dir sind. 

Jeden Tag schaue ich mir dein Bild an und jeden Tag zerbricht mein Herz ein Stück mehr. Ich kann dir lediglich versprechen dass du immer in meinem Herzen sein wirst und ich hoffe, dass du dich irgendwann bei mir melden wirst. 
Ich kann auch verstehen, dass es aktuell alles zu viel für dich ist. Aber sollte der Tag kommen und du wissen möchtest wo deine Wurzeln sind. Ich werde da sein. Ich werde auf dich warten. Bis an mein Lebensende. Du wirst niemals vergessen sein. 
Ich kann auch verstehen dass du mir nicht glauben kannst aber bitte melde dich bei mir ich werde dir alles beweisen. Du musst nur den ersten Schritt machen. Denn ohne deine Erlaubnis darf ich nicht. Zumindest bis du 18 Jahre bist. Ich verspreche dir ich werde dich immer im Auge behalten und am Tag deines 18. Geburtstag werde ich da sein. 

Oskar ich liebe dich und du wirst immer mein Kind sein!!!

Worte an Anne: 



Hallo Anne,

ich weiss nicht was ich dir getan habe dass du mir mein Kind nimmst. Du hast mich Seelig sehr kaputt gemacht. Womit habe ich das verdient? Ich habe alles für dich getan, war immer gut zu dir. War stets ehrlich und hätte alles für euch getan. Kannst du dir vorstellen dass du mir nicht nur mein Kind genommen hast sondern auch mein Leben? Nichts ist mehr wie es war. Es zerbricht mich. DU hast mich zerbrochen und das nur weil ich meinem Herzen gefolgt bin. Ich habe dir mit Oskar dein/unseren größten Wunsch erfüllt und als dank dafür schubst du mich über die Klippe. Du kannst dir nicht vorstellen wie es mir geht. Es ist eine Qual. Ich weiss einfach nicht weiter. Ich verzweifle. Jeden Tag denke ich an Oskar. Jeden Tag stehe ich mit den Gedanken an Oskar auf und gehe mit dem Gedanken an meinem Sohn schlafen und das bis ans Ende meines Lebens. Ich hätte dich niemals so herzlos eingeschätzt. Auch wenn du glauben möchtest dass sich das eines Tages ändern wird kann ich dir sagen dieser Tag wird nicht kommen. Du solltest mich gut genug kennen um zu wissen dass ich niemals mein Sohn im Stich lassen werde. Niemals werde ich nur ein Gedanken verschwenden mein Sohn einfach hinter mir zu lassen. NIEMALS. Er ist mein Sohn und das wird immer so bleiben egal was du tust, egal wie lange es dauern wird es wird der Tag kommen an dem ich mein Sohn in meine Arme schließen werde.

Ich verstehe dich einfach nicht. Du weißt ganz genau, dass es mir nicht darum geht deine Ehe zu sabotieren. Ganz im Gegenteil, so dumm wie ich bin freue ich mich sogar für dich dass du dein Seelenverwandten gefunden hast. Ich möchte einfach nur ein Teil in dem Leben meines Sohnes sein. Alles andere ist mir egal. 

Ich hoffe du bist dir bewusst, dass du mein Leben damit auf den Gewissen hast. Nie wird es wieder so sein wie es mal war. Du sagtest, als ich nach Österreich bin, dass es niemals deine Absicht war das ich fort gehen muss aber anscheinend kommst du super damit klar dass du mein Herz auf den gewissen hast. Du hast mich zerstört. Das Schlimme ist zu wissen, dass du die einzige bist die das ändern kann aber auch zeitgleich zu wissen dass du es nie ändern wirst.